16.12.2020 - Christian Gassner
Ministerbesuch am FG: Europapolitik zum Anfassen
Eine Vernetzung des Lernens in der Schule mit der echten Welt außerhalb ist immer und bleibt es auch in Corona-Zeiten ein wichtiger und motivierender Bestandteil des Lernens am Fürstenberg-Gymnasium. Im Rahmen des Besuches von Europa-Minister Guido Wolf bot sich nun der Klasse 6c die Möglichkeit, Europa aus erster Hand zu erleben.
Trennung
Guido Wolf, in der Landesregierung Minister der Justiz und für Europa, besuchte die Klasse 6c des Fürstenberg-Gymnasiums. Hier überreichte er den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Geographie-Unterrichtes ein riesiges Europa-Puzzle und beantwortete im Anschluss die Fragen der Klasse.
Das politische Europa feiert in diesem Jahr ein bedeutendes Jubliäum, zum 70. Mal jährt sich die Rede Robert Schumanns zur Gründung der damaligen Montanunion. Alle Bereiche des täglichen Lebens sind vom gemeinsamen Zusammenleben der Menschen auf unserem Kontinent beeinflusst. Und genau aus diesem Grund ist Europa – seine Geographie, seine Geschichte, seine Kultur und seine politischen Institutionen – vielfach Thema in den Bildungsplänen der Schulen.
Doch gerade für jüngere Schüler ist das geographische Europa nicht einfach zu „be-greifen“, ist Europapolitik ein abstraktes Thema. Umso schöner ist es dann, wenn es die Möglichkeit gibt, aus erster Hand mehr zu erfahren. Der Klasse 6c des Fürstenberg-Gymnasiums und ihrem Geographie-Lehrer Tobias Kurzeder bot sich nun die Möglichkeit. Guido Wolf, in der Landesregierung Minister für Justiz und Europa sowie Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen besuchte die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema Europa.
Hier überreichte er auch ein riesiges Europapuzzle, mit dessen Hilfe sich die Schüler dem Thema näherten – immer entlang geographischer Wegmarken. Denn... „Da sind ja gar keine Ländergrenzen drauf?“ – „Klar, die sieht man ja in echt auch nicht.“ – „Es müssen ja auch alle zusammenarbeiten, egal welches Land...“ – Gespräche beim Puzzeln, Lernen wird sichtbar. Den Hauptteil der Stunde nutzen die Schülerinnen und Schüler dann, Fragen an Guido Wolf zu stellen, die dieser ausführlich beantwortete und dabei Einblick in seinen Alltag als Europaminister gab. Weit gespannt waren dabei die Interessen und Fragen der Klasse – von der Zusammenarbeit der EU in der Corona-Krise über die Bewältigung des Klimawandels bis hin zu Anekdoten aus dem Privatleben eines Politikers.
Die Schüler fanden sichtlich Spaß am Austausch mit einem Minister zum Anfassen, der sich viel Zeit für diese Begegnung nahm und ebenso Freude an dieser Begegnung hatte:
„Die Unterrichtsstunde mit sehr interessierten Schülerinnen und Schülern hat mir viel Freude bereitet. Eine Stunde Diskussion mit getragener Maske hat mir übrigens auch nochmals vor Augen geführt, was die Lehrerinnen und Lehrer in diesen Tagen in den Schulen leisten. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt. Die Krise bringt gerade für die Schulen enorme Herausforderungen mit sich. In der Krise und deren Bewältigung kann sich aber auch Europa bewähren.“
Schulleiter Mario Mosbacher bedankte sich herzlich bei der Klasse, ihrem Lehrer und Guido Wolf: „Wir erleben gerade täglich, wie wichtig eine vernetzte Allgemeinbildung im Bereich der Gesellschaftswissenschaften ist und wie wichtig es ist, dass wir verstehen, dass Europa nur gemeinsam große Krisen und Herausforderungen meistern kann. Da sind der Besuch unseres Europa-Ministers und das Riesen-Puzzle eine wunderbare Motivation im Unterricht.“
Foto: Robin Schrey, Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Europa
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