13.07.2018 - Christian Gassner
Schulsozialarbeit: Antwort auf neue schulische Erfordernisse
Am Fürstenberg-Gymnasium gibt es künftig einen zusätzlichen Baustein in der pädagogischen Arbeit. Schulsozialarbeiterin Tina Eckerle wird sich an an der Schule um die Begleitung der individuellen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kümmern.
Trennung
Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft in Deutschland bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Schulalltag. Diese Entwicklung zeigt sich auch auf der Baar. „Die Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler hat sich in den letzten Jahren enorm verändert“, so Schulleiter Mario Mosbacher. Der wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Problemen im Unterricht, mit Freunden oder in der Familie möchte auch die Stadt Donaueschingen stärker Rechnung tragen. Tina Eckerle kümmert sich am Fürstenberg-Gymnasium in Zukunft um die Schulsozialarbeit.
Zum Arbeitsfeld der ausgebildeten Sozialpädagogin gehören künftig die Einzelfallhilfe, die Beratung bei individuellen Problemlagen sowie die sozialpädagogische Arbeit mit Schulklassen. Dem Fürstenberg-Gymnasium sei es wichtig, die Bereiche der Schulsozialarbeit am jeweiligen Bedarf der Schule auszurichten. „Mit Frau Eckerle möchten wir das bestehende Präventionsangebot an unserer Schule sinnvoll erweitern“, so Mosbacher. Aus seiner Sicht als Schulleiter ist es von Vorteil, dass die Schulsozialarbeiterin nicht in den Schulalltag mit Unterricht, Klassenarbeiten, Notengebung und Ähnlichem eingebunden ist. Das schaffe für Kinder und Jugendliche ein niederschwelliges Angebot, sich im Bedarfsfall Unterstützung zu holen.
Die Arbeit speziell mit Kindern hat das bisherige Berufsleben der neuen Schulsozialarbeiterin geprägt. Etliche kennen Tina Eckerle noch aus der Offenen Jugendarbeit im Jugendhaus Donaueschingen, wo sie direkt nach ihrem Studium an der Berufsakademie Schwenningen tätig war. Nach der Leitung der Stadtjugendpflege Donaueschingen, als Integrationsfachkraft und Erzieherin wird sie künftig nun in erster Linie mit Gymnasiasten arbeiten.
„Ich möchte dass sich Schüler wie Lehrkräfte gleichermaßen an ihrer Schule wohlfühlen. Dafür werde ich mich besonders einsetzen. Im Mittelpunkt steht für mich dabei die Kommunikation“, beschreibt Eckerle ihre künftige Tätigkeit. Am meisten freut sie sich darauf, über persönliche Gespräche und verschiedene Sozialtrainings in den Klassen gute und nachhaltige Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen aufzubauen.
Die Schulsozialarbeiterin ist bei der Caritas angestellt, die wiederum als Jugendhilfe-Träger von der Stadt Donaueschingen beauftragt wird. Am Fürstenberg-Gymnasium wird Eckerle an vier Wochentagen immer persönlich anwesend sein. Als Vertrauensperson unterliegt sie der Schweigepflicht. Daher gibt es an der Schule für die persönlichen Gespräche eigens einen geschützten Raum.
Schulsozialarbeit ist im Allgemeinen eine präventive Form der Jugendhilfe. Das Angebot der Schulsozialarbeit richtet sich vorbeugend, unterstützend und krisenintervenierend an alle Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte. Sie bildet in bestimmten Fällen auch die Schnittstelle zwischen Jugendamt und Schule.
Direkt-Verknüpfungen